50 Panelgespräche, 10 Orte und beinahe 500 Panelisten – der zweite Tag des EEC 2011 ist zu Ende
Wie sah der zweite Tag des Europäischen Wirtschaftskongresses 2011 aus? Worüber sprachen fast einhalbtausend Panelisten bei den 50 verschiedenen Debatten und Diskussionen? Welche Ereignisse begleiteten das Kongressgeschehen und welche wichtigen Kommentare und Meinungen fielen am zweiten Tag des größten Wirtschaftsevents in Mitteleuropa?
Über 10 Plenarsitzungen am zweiten Tag des Europäischen Wirtschaftskongresses 2011 waren der Energiewirtschaft gewidmet. Die Teilnehmer sprachen u.a. über die Herausforderungen und Chancen für die polnische und europäische Branche der Energiewirtschaft, über Fragen der Funktionsweise und Regelung des energetischen Marktes in Polen und Europa, über die energetische Sicherheit der Union und über erneuerbare Energiequellen. Es gab auch Plenarsitzungen, die dem Klima- und Energiepaket und dem europäischen System des Gastransports – der Idee des Gaskorridors Nord-Süd gewidmet waren.
In Diskussionen, die der Energiewirtschaft gewidmet waren, nahmen unter anderem teil: Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments und Ehrenvorsitzender des Schirmherrenrates – des Organisationskomitees des Kongresses, Mikołaj Budzanowski, Unterstaatssekretär im Ministerium für Staatsvermögen; Krystian Takac, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der Slowakei und Günter Verheugen, Kommissar für Industrie und Unternehmenspolitik von 2004 bis 2010, EU-Kommissar für die Erweiterung von 1999-2004.
Ein weiterer wichtiger Themenblock des zweiten Kongresstages EEC 2011 war den Finanzen gewidmet. Diskutiert wurden öffentliche Finanzen, EU-Fonds, gesprochen wurde über die Regionalentwicklung, über Finanz- und Banksysteme der EU, über die intelligente Bank der Zukunft sowie auch über die Finanzen in den Selbstverwaltungen. Unter den Panelisten waren u.a.: Elżbieta Bieńkowska, Ministerin für Regionalentwicklung, Danuta Hübner, Abgeordnete im Europaparlament, Vorsitzerin des Ausschusses für regionale Entwicklung im Europaparlament, Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen von 2002 bis 2008; Staffan Nilsson, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EESC), Jerzy Pruski, Berater der Präsidenten der Republik Polen, Vorstandsvorsitzender des Bankgarantiefonds sowie Pilar Solans, Finanzdirektor der Stadt Barcelona.
Am 17. Mai d.J. fanden ebenfalls verschiedene Panelgespräche und Diskussionen über Innovationen am Berührungspunkt der Wissenschaft und Wirtschaft statt. Vorgestellt wurde die Strategie der „Union der Innovationen” und polnische innovative Strategien. Die Fachleute berieten über die Form der Wissens- und Innovationsgemeinschaft, deren Anfang auf den ersten Europäische Wirtschaftskongress 2009 zu datieren ist. Sie stellten ebenfalls Forschungs- und Implementierungsprojekte für die polnischen Knotenpunkte CC PolandPlus in vielen Bereichen vor. Im Rahmen des diesjährigen EEC fand auch eine auswärtige Sitzung des Sejmausschusses für Innovativität und Moderne Technologie statt.
Auf der neuen Arena des Europäischen Wirtschaftskongresses 2011 – fand im Gebäude der Wirtschaftsuniversität in Katowice im Panelgespräch „Universitäten in der konkurrenzfähigen Wirtschaft Europas“ eine Debatte statt, an der die Ministerin für Wissenschaft und Hochschulbildung w Barbara Kudrycka teilgenommen hat. Die Teilnehmer – Rektoren der polnischen Universitäten und Hochschulen besprachen die Forschungs- und Bildungsrichtungen und überlegten, wie man die Kompetenzen der Absolventen vergleichen könnte.
Prämissen der polnischen Präsidentschaft im Europarat und die Entwicklung des polnischen Eisenbahn-, Hafen, Flughafen- und des Cargotransportes, polnisch-deutsche und polnisch-österreichische Zusammenarbeit gehörten zu den zahlreichen Problemstellungen, die am zweiten Tag des größten Wirtschaftsevents in Mitteleuropa behandelt wurden. Im Rahmen der Begleitveranstaltungen hat die Polnische Agentur für Unternehmensentwicklung die Gewinner des Wettbewerbs „Innovatives Projekt”, „Innovativer Start-up/Technostarter” und „Innovative Institution des Businessumfelds” vorgestellt.
Die Plenarsitzungen des EEC 2011 fanden in den Hotels Qubus, Angelo, Monopol und Nowotel Katowice Centrum sowie im Schlesischen Woiwodschaftsamt, im Gebäude Biuro-Centrum, im Auditorium der Bank Śląski, in der Wirtschaftsuniversität und im Multimedia-Saal RIG statt.
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Der Europäische Wirtschaftskongress 2011 in Katowice ist der größte Wirtschaftsevent in Mitteleuropa. An 100 thematischen Sitzungen, Debatten und Begleitveranstaltungen nehmen etwa 6000 Gäste aus Polen und aus dem Ausland teil.
Zitate aus der Plenarsitzung des Europäischen Wirtschaftskongresses 2011:
Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments und Ehrenvorsitzender des Schirmherrenrates – des Organisationskomitees des Kongresses:
Unentbehrlich ist eine enge Zusammenarbeit der Staaten der Europäischen Union, man kann nicht zulassen, dass die Union von starken auswärtigen Partnern ausgespielt wird. Die Länder Mitteleuropas sollen eine Energievereinbarung gründen, um diesbezüglich koordinierte Tätigkeiten zu führen. (…) Es gibt keine bessere energetische Sicherheit, als eine infrastrukturelle Verbindung aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union, von Finnland bis Portugal. Es müssen internationale Energie- und Gasverbindungen, gemeinsame Erdöl- und Gaslager entstehen. Der Besserung der Sicherheit dient auch die Implementierung des 3. Energiepakets – sagte Jerzy Buzek, Vorsitzender des Europäischen Parlaments.
Günter Verheugen, Kommissar für Industrie und Unternehmenspolitik von 2004 bis 2010, EU-Kommissar für die Erweiterung von 1999-2004:
Die Europäische Union sollte ein entsprechendes Klima für Innovationen schaffen. Gegenwärtig gehören wir in diesem Bereich nicht zu den besten. Es ist gewissermaßen eine Schande, dass die Wissenschaftler in Europa über viele Jahre keine Möglichkeit hatten, Programme zu nutzen, die sie zu innovativen Aktivitäten anspornen würden. Wissenschaftliche Forschungen bedeuten eine Transformation des Geldes in Wissen und Innovation ist die Transformation des Wissens in Geld. Uns fehlt ein Bindeglied, das neues Wissen mit Markterfolg verbände. Und man muss bedenken, dass die Patentverfahren sehr kostspielig sind. Beispielsweise sind in den Vereinigten Staaten diese Verfahren viel einfacher.
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Veranstalter des Europäischen Wirtschaftskongresses 2011 ist: Grupa PTWP SA, u.a. Herausgeber der Monatsschrift „Nowy Przemysł“ (Neue Industrie) und des Portals WNP.pl. Mitveranstalter des EEC sind: Woiwodschaft Schlesien, Oberschlesischer Großstädteverband (Górnośląski Związek Metropolitalny) und die Stadt Katowice.
Mehr Informationen zum Europäischen Wirtschaftskongress 2011 - www.eec2011.eu
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